Workshop: Zukunftsfähigkeit unserer Kirche in Deutschland

Vom 28. bis 30. April 2017 fand in der Hl. Petrus und Paulus Gemeinde in Butzbach der Workshop mit dem Thema „Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit unserer Kirche in Deutschland“ statt. Der Workshop wurde von Yusuf Firsatbul und Can Konsul in Abstimmung mit S.E. Issak Barakat organisiert und von Can Konsul moderiert.

Insgesamt 38 Teilnehmer aus 14 Gemeinden haben an diesem Workshop teilgenommen. Unter den Teilnehmern befanden sich neben S. E. Isaak Barakat auch Erzpriester Fayez Mansour, Erzpriester George Esber, Erzpriester Abdallah Dis, Erzpriester Elian Massouh, Priester Elias Ghazal, Priester Sarkis Khory und Priester Nicolas Esber.

Mit dem Eröffnungsgebet startete S. E. Isaak den Workshop. Can Konsul und Yusuf Firsatbul begrüßten die Teilnehmer, die sich im Anschluss kurz vorstellten und miteinander vertraut gemacht wurden. Danach hat Can Konsul den Ablauf und das Programm des Workshops vorgestellt. Beim ersten Programmpunkt ging es darum, die Erwartungen der Teilnehmer an den Workshop festzustellen. Im Anschluss wurden diese von den Teilnehmern kommentiert und in der Runde besprochen. Zusammenfassend stellte sich heraus, dass die meisten Erwartungen in dieselbe Richtung gehen. Die Anwesenden waren der Meinung, dass die Kommunikation untereinander verbessert werden muss, um gemeinsame Ziele anzugehen und auch zu erreichen. Um das gegenseitige Vertrauen zu fördern, wünschte man sich auch einen besseren Dialogaufbau sowie eine gute Zusammenarbeit unter den Gemeinden, auch in Bezug auf die Verantwortungsbereiche der Vorstandsarbeit. Den inhaltlichen Abschluss des ersten Tages bildete die weitere Terminplanung für das Jahr 2017. In diesem Jahr findet ein Fußballturnier in Mannheim statt, zwei Kirchen werden geweiht und der Austragungsort für die Generalversammlung wurde festgelegt. Der erste Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen im Grillhaus in Butzbach.

Den zweiten Tag des Workshops begannen die Teilnehmer mit einem gemeinsamen Frühstück. Im Anschluss stellte Can Konsul das Thema „Organisation der Gemeinde“ vor. Es wurden die Themengebiete Verantwortungsbereiche im Gemeinderat, Durchführung und Dokumentation von Gemeinderatssitzungen, Generalversammlungen (Vollversammlung), die Durchführung und Dokumentationen von Vorstandswahlen sowie die Notwendigkeit einer einheitlichen Satzung erläutert und besprochen.

Nach der Mittagspause ging es weiter mit dem Thema „Finanzen und Verwaltung“. Vorgetragen wurde die Präsentation von Yusuf Firsatbul. Er behandelte die Bereiche Budgetplanung, Buchhaltung, Jahresabschluss, Versicherung, Mitgliederverwaltung, Gemeinnützigkeit, Spendenbescheinigung, Priesterrentenkasse. Die Teilnehmer haben in dieser Präsentation erfahren, wie die Gemeindearbeit durch vorgefertigte Vorlagen und Dokumente nach einem einheitlichen Standard durchgeführt und verwaltet werden sollen.

Wir erhielten hohen Besuch vom syrisch-orthodoxen Patriarchen Mar Ignatius Aphrem II. Er besuchte die Gemeinde Butzbach, besichtigte den Fortschritt des Kirchenbaus und hielt gemeinsam mit S.E. Isaak ein Gebet ab.
Nachdem der Patriarch Mar Ignatius Aphrem II wieder abreiste, ging es weiter mit dem Vortrag von Erzpriester George Esber zu dem Thema „Unser Bistum, Verhältnis zum Patriarchat.“ Erzpriester George Esber erklärte den Anwesenden den Aufbau der orthodoxen Kirche weltweit sowie die Aufstellung der Kirche von Antiochien. Auch das Organisationsprinzip unserer Kirche, sowie die Organisation und die Verhältnisse wurde näher erläutert. Alles in allem, war dieser Vortrag sehr lehrreich und informativ.

Einer der Hauptprogrammpunkte des Workshops war/ist das Thema Körperschaft des öffentlichen Rechts. Aufgrund der Bedeutung dieses Themas und aus Zeitgründen wurde auf Empfehlung von S.E Isaak und Zustimmung aller Anwesenden vereinbart, dass zeitnah ein extra Termin organisiert werden sollte. Can Konsul berichtete deshalb nur kurz über den Status und bisherigen Arbeit der Arbeitsgruppe.

Die letzte Präsentation des zweiten Workshop-Tages behandelte das Thema „Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Ökumene“ mit Bezug auf die Themenbereiche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Internetpräsenz/ Soziale Netzwerke, Pressearbeit und Vertretung beim ACK und anderen Institutionen. Hier wurde die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinden betont.

Es gibt viele Möglichkeiten der Kommunikation untereinander. Die Interne als auch die externe Kommunikation sollen unser Vertrauen, unsere Glaubwürdigkeit und auch unsere Zuverlässigkeit fördern. Intern sollen wir unsere Kommunikationswege darauf ausrichten, dass Informationen über die Metropolie und die jeweilige Gemeinde an die eigenen Gemeindemitglieder vermittelt werden. Die externe Kommunikation hingegen soll Informationen getreu dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ durch entsprechende Instrumente nach außen, an verschiedene Zielgruppen, überbringen. Auch der Dialog untereinander, muss verbessert werden. Hierfür gab es durch die Präsentation erste Anhaltspunkte, die man aufbauen und pflegen kann.

Den Abschluss des zweiten Workshop-Tages krönte ein gemeinsamer Grillabend in der Butzbacher Gemeinde.
Am Sonntag waren alle zum Gottesdienst in der Kirche eingetroffen. Mit dem Segen seiner Eminenz, den Priestern und dem wundervollen Chor wurde die Heilige Liturgie zelebriert. Nach dem Gottesdienst brunchten die Teilnehmer des Workshops gemeinsam mit der Butzbacher Gemeinde.

Ein Thema, dass aktuell in jeder Gemeinde eine Aufgabe darstellt und, bedingt durch die vielen neuen syrischen Christen, die nach Deutschland kommen, zum Mittelpunkt geworden ist, ist das Thema der Integration neuer Mitglieder in den Gemeinden. Dieses Thema wurde am dritten Tag kurz angesprochen. Alle Teilnehmer waren der Meinung, dass diesem Thema ein ganzer Workshop-Tag gewidmet werden muss, um ausführlich darüber diskutieren und einheitlich, im christlichen und brüderlichen Sinn, in den Gemeinden damit umgehen zu können.

In der Feedbackrunde betonten alle Anwesenden, dass sie sehr viel Input mitnehmen konnten, die sie ihren Gemeinden auch weitergeben werden. Sie drückten ihren Wunsch aus, dass solche Workshops regelmäßiger durchgeführt werden.

Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatoren für den gelungenen Workshop, bei der Butzbacher Gemeinde und besonders bei dem Vorstand für die exquisite Betreuung während unseres Aufenthalts.

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